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17.08.2017

Seidensticker und Omni-Channel, ein Erfolgsbeispiel!

Mockup_Screens_Seidensticker_kl.jpgvon Frank Seidensticker

Der mittlerweile geflügelte Begriff „Omni-Channel“ ist in aller Munde und das Thema wird branchenübergreifend viel diskutiert. Die Zeiten, in denen Konsumenten ausschließlich im stationären Handel eingekauft haben, sind lange vorbei. Heute füllen 70 Prozent der deutschen Internetnutzer mindestens einmal im Monat ihren digitalen Einkaufswagen, ein Viertel shoppt sogar mindestens einmal pro Woche im Netz. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Kauf verschwimmen immer mehr. Um die Verbraucher umfassend anzusprechen, müssen Marken demnach stark auf digitalen Content setzen, der mit den stationären Einkaufserlebnissen verknüpft ist. Gerade Unternehmen der Bekleidungsbranche wie die Seidensticker Gruppe sind von diesen Entwicklungen betroffen und widmen sich dem Thema „Omni-Channel“.

Der Kunde ist König – immer und überall

Während in der Vergangenheit die Lagerbestände - historisch bedingt - streng getrennt waren, steht dem Kunden heute eine viel breitere Produktpalette jederzeit zur Verfügung. Im Laufe der Zeit hat sich auch und vor allem das Kaufverhalten der Konsumenten geändert, so dass heute vom „hybriden Kunden“ die Rede ist – dieser neue Kundentypus erwartet, immer und überall einkaufen zu können. Für ihn spielen Ladenöffnungszeiten und Verfügbarkeiten keine Rolle mehr. Genau auf diesen Typus passen Unternehmen ihre Angebote an, deren Aufgabe ist – gleichwohl ob im Wholesale, eigenen Retail oder im E-Tail – ihm das gesamte Spektrum der eigenen frei verfügbaren Produkte zu offerieren. Daraus kann er sich dann selbst bedienen.
Ein Lager, das den Wholesale und Retail bedient und ein separates Lager für die Online-Kanäle wäre heute, anders als vor noch ein paar Jahren, völlig undenkbar. Damals konnten beispielsweise Leerverkäufe in einem einzelnen Absatz-Kanal vor der Zentralisierung der Bestände nur durch aufwendige Umbuchungsprozesse aus anderen Kanälen ausgeglichen werden. Heute existiert nur noch ein einziger zentraler Lagerbestand für alle Kanäle.
Den Omni-Channel-Ansatz weiter konsequent zu verfolgen, bedeutete auch für die Seidensticker Gruppe, einen kanalübergreifenden Zugriff auf die Ware sicherzustellen und damit alle Lagerbestände zu einem Zentrallager zusammenzuführen. In einem groß angelegten Projekt wurden dafür logistische Prozesse mittels intelligenter IT-Lösungen umgestellt.

Die systematische Zentralisierung des Lagerbestands bietet zahlreiche Vorteile, wie zum Beispiel Lagerflächen zu reduzieren und Leerverkäufen zu vermeiden, eine geringere Kapitalbindung und keine doppelte Bestandsführung.

Die Zentralisierung zahlte sich schon kurz nach der Umstellung aus und führte zu einer signifikanten Umsatzausweitung im hohen zweistelligen Bereich. 

Über den Autor:Seidensticker Frank_sw-x.jpg
Frank Seidensticker verfügt über 29 Jahre Handelserfahrung. Seit 2004 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Seidensticker Gruppe, Schwerpunkt Marke inkl. Retail und E-Tail. Zusätzlich Vorstandsmitglied sowie Präsident des Deutschen Modeinstituts (DMI), Kuratoriums-Vorsitzender des European Business College in Hamburg und weitere Mitgliedschaften, u.a. im Rotary Club sowie im Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen-Lippe e.V.

 

Admin2 - 07:52:11 @ AK Omni- + Multichannel und Mobile Strategie | Kommentar hinzufügen

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