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12.01.2018

Umsatzrekord für den Einzelhandel im Jahr 2017

Umsatz_Einzelhandel.jpgvon Jens-Peter Labus

Sichere Jobs und höhere Einkommen haben den privaten Konsum angeheizt. Die Kassen der Händler klingeln wieder kräftig: Der deutsche Einzelhandel erzielte das stärkste Wachstum seit über 20 Jahren. Der Umsatz wuchs 2017 nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zwischen 4,5 und 4,9 Prozent im Vergleich zum vorletzten Jahr. Besonders der November 2017 ist Umsatzsteigerung von 6,2 Prozent im Vergleich zu 2016 sehr stark ausgefallen, berichtete das Handelsblatt. Der Textil- und der Lebensmittelbereich waren 2017  besonders attraktiv für die Kunden, die dafür deutlich mehr Geld im Vergleich zum Vorjahr (+ 11 und +6,7 Prozent) ausgegeben haben.

Arbeitsmarktentwicklung
Die Beschäftigung in Deutschland ist 2017 weiterhin kräftig gestiegen: Deutschland konnte nicht nur neue Kunden für sich gewinnen, sondern auch viele neue Arbeitsplätze schaffen. Die extrem niedrigen Zinsen, die das Sparen unattraktiv gemacht haben, und die Sicherheit des Arbeitsplatzes sind Faktoren, die deutsche Konsumverhältnisse positiv beeinflusst haben.

Besonders gut geht es dem Online-Handel…
…dessen Geschäftsumfang mit 49 Milliarden Euro einen Anteil von 9,6 Prozent am Gesamtvolumen von 501 Milliarden Euro erreicht. Mit namhaften Händlern wie Zalando und Amazon als bekannten Vorreitern in Sachen „Digitale Verkäufe“ hat sich der Internethandel 2017 als der größte Wachstumstreiber hervorgetan. Weniger gute Nachrichten dagegen für den Lebensmitteleinzelhandel, der immerhin in diesem Jahr einen Umsatzzuwachs von 1,4 Prozent meldete.

GASTBEITRAG
Ein Kommentar von Jens-Peter Labus, Managing Director bei MediaMarktSaturn IT Solutions und Digital-Experte:
Alles super, möchte man auf den ersten Blick glauben. Richtig ist, dass mit dem Back Friday bei vielen Händlern neue Rekordwerte erreicht wurden. Das führt aber auch dazu, dass Umsätze wegen der Preisattraktivität des Black Fridays vorgezogen werden, insbesondere aus dem Dezember. Damit entfallen für den rein stationären Einzelhandel wichtige Frequenzen im Weihnachtsgeschäft und damit einhergehend verringern sich die Chancen auf margenträchtige Impulskäufe. Der Multi-Channel-Handel hingegen sieht sich gut aufgestellt und profitiert vom hybriden Verbraucherverhalten, je tiefer seine Geschäftsprozesse über die verschiedenen Kanäle hinweg integriert und von der Dynamik aufeinander abgestellt sind.
Im neuen Jahr 2018 müssen neue Register gezogen werden, um den Erfolg zu wiederholen, insbesondere im explodierenden Bereich des „Einkaufens durch Konversation“, also über smarte Gesprächspartner wie Google Home oder Amazon Echo, die eine gravierende Veränderung des Verbraucherverhaltens auslösen können.

Mehr dazu im Artikel vom Handelsblatt: www.handelsblatt.com

Admin2 - 08:28:16 @ AK Omni- + Multichannel und Mobile Strategie | Kommentar hinzufügen

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