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20.07.2017

Künstliche Intelligenz und Preisgestaltung im Modebereich: Es gibt keine Saison mehr!

Unsplash_clem_onojeghuo_kl.jpgin Kooperation mit Blue Yonder

Traditionelle Kaufzyklen spielen im schnelllebigen Modehandel keine Rolle mehr: Das zeigt die aktuelle Fashion Studie, die Blue Yonder – einer der führenden deutschen Anbieter von künstlicher Intelligenz und Machine-Learning-Lösungen für den Handel – unter 4.000 Konsumenten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA durchführte. 

Laut Blue Yonder gehört das saisonale Einkaufsverhalten der Verbraucher der Vergangenheit an: Einkaufszyklen von Handelsunternehmen sind von bis zu acht Monaten im Voraus nicht mehr zeitgemäß. Die Ergebnisse zeigen, dass Händler heute vielmehr vor der Herausforderung stehen, ihre Preisstrategien in Einklang mit einer schwer planbaren Nachfrage und den Rabatterwartungen der Kunden zu bringen – und dabei ihre Umsatzmargen abzusichern. Zunehmend schwierig scheint dies im Modehandel, in dem Rabatte ein wichtiger Treiber für Kunden sind. Darüber hinaus belegt die Blue Yonder Studie, dass sogar 42 Prozent der Verbraucher mit einem Kauf gezielt auf das Saisonende und entsprechende Preisreduzierungen warten! Dagegen kaufen nur 12 Prozent davon direkt bei Kollektionsstart. Diesem Kundenverhalten wollen viele Händler damit begegnen, schon am Anfang der Saison relativ niedrige Einstiegspreise anzubieten – mit fatalen Folgen für die Gewinnmargen, wenn am Ende der Saison Altwaren mit übermäßigen Preisabschlägen abverkauft werden müssen.

Der Handel braucht eine neue Preisstrategie … dringend! Schließlich kaufen schon jetzt 25 Prozent aller Kunden weltweit Mode nie zum vollen Preis. Künstliche Intelligenz, Big (und Small) Data können helfen, die Zahlungsbereitschaft und die Interessen sowie Bedürfnisse der Verbraucher besser zu analysieren und zu verstehen. Sie liefern wichtige Infos, um vor allem die Preisstruktur der Marke besser zu gestalten. Sonst drohen vor allem bei den heutigen ROPO-Kunden (von engl.: research online, purchase offline) satte Umsatzverluste. Davon ist auch Matt Hopkins, Vice President Retail Strategy Development bei Blue Yonder überzeugt. „Die richtige Preisstrategie ist ein wichtiges Werkzeug für Händler im Wettbewerb mit dem Online-Handel, mit Branchenriesen und mit sprunghaftem Kundenverhalten. Es handelt sich dabei um einen komplexen Prozess, in den eine Vielzahl von externen Informationen und Daten einfließen müssen. Dazu gehören Lagerstandort, Produktverfügbarkeit, Sonderangebote und Wettbewerbssituation, die alle die Preiselastizität eines Produktes beeinflussen können.“

Gleichzeitig können neue Technologien wie Machine Learning auch helfen, den Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten. Stichwort „Produktverfügbarkeit“: Findet ein Kunde bei einer verführerischen Rabattaktion nicht den gewünschten Artikel oder die passende Größe, kann ein Preisnachlass den letztlich frustrierten Kunden vielleicht direkt in den nächsten Laden. 

Die ganze Fashion-Studie von Blue Yonder ist unter dem Link abrufbar: www.blue-yonder.com

 

Admin2 - 07:46:40 @ AK Omni- + Multichannel und Mobile Strategie | Kommentar hinzufügen

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